


Linkes Bild: Von diesem Kanu aus wurden zwei Haie gefangen
Rechtes Bild: Auf der Insel Anuta gibt es ca. 250 Einwohner und 50 Boote


Linkes Bild: Die einzige Riffpassage der Insel Anuta liegt etwa hinter den beiden Segelstangen.
Rechtes Bild: Tanz auf der entlegenen Insel Anuta


Linkes Bild: Der Häuptling Ariki Tafua (links) von Tikopia beim Fischfang auf dem Riff
Rechtes Bild: Ariki Tafua beim Tanzen


Linkes Bild: Ein typisches Fale (Haus) auf Tikopia
Rechtes Bild: Am Sonntag bringt man seinem Nachbarn traditionsgemäß eine Speise


Linkes Bild: Jeden Samstag wird auf dem Riff von Tikopia gefischt
Rechtes Bild: Der Kanubau aus einem Baumstamm dauert etwa ein halbes Jahr


Linkes Bild: Wie bei uns spielen die Kinder Mühle
Rechtes Bild: 12. Mit Tumerik gelb bemalte Knaben kurz vor ihrer Beschneidung


Linkes Bild: Rauch und Hitze machen die Arbeit schwer im Küchenhaus
Rechtes Bild: Mit Pfeil und Bogen beim Fischfang


Linkes Bild: Mühselig wird das Küchenmaterial geschnitzt
Rechtes Bild: Mit diesen Booten fahren sie weit aufs Meer hinaus
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Segeln Sie eine Etappe mit bei einem der letzen großen Südsee-Abenteuer.
Lapita-Voyage - Die erste Expedition auf dem Migrations-Weg der Polynesier.
November 2008 bis März 2009
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Die Reise
Die Lapita-Voyage ist eine der letzten großen Südsee-Expeditionen. Allein das Segeln auf einem schnellen ethnischen Katamaran durch tropische Gewässer ist eines dieser Abenteuer, die es kaum noch einmal in dieser Form geben wird.
Unterwegs werden wir archaische Boote treffen und mit den Einheimischen Erfahrungen austauschen und dieses auch im Film dokumentieren.
Wir folgen auf unserer 3.800 sm langen Reise einer ständigen Inselkette (island hopping), so dass die längste Strecke zwischen zwei Landmarken nur ca. 200 sm beträgt. Unsere Route gehört zu den am wenigsten bereisten der Welt. Wir kommen an Inseln vorbei, auf denen noch vor ein, zwei Generationen Menschen in reiner Steinzeitkultur lebten. Gezielt werden wir Inseln mit Lapita-Ausgrabungsstellen ansteuern und diese mit dem uns begleitenden Wissenschaftler besuchen.
Die Reise beginnt auf der philippinischen Insel Panglao. Sie führt über die indonesische Molukken-Insel Halmahera zu der Nordküste von Neu-Guinea, der zweitgrößten Insel der Welt, und weiter zu der ehemaligen deutschen Kolonie, dem Bismarck-Archipel. Danach geht es durch das langgestreckte Insel-Archipel der Salomonen bis zu den Santa-Cruz-Inseln, in deren Osten die entlegenen polynesischen Inseln Tikopia und Anuta liegen. Beides sind Enklaven in einer meist von Melanesiern besiedelten Inselwelt. Hier wird die Ankunft der Boote mit traditionellen Tänzen und Festen groß gefeiert werden.
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Voraussetzungen für Teilnehmer
An Bord jedes der beiden Schiffe können insgesamt vier Expeditionsteilnehmer mitsegeln. Es stehen noch zwei Plätze für Teilnehmer zur Verfügung.
Die Teilnehmer sollten sich auch bei einfachem Leben wohlfühlen, tropenfest sein, einen guten Schuss Abenteuerlust im Blut haben und teamfähig sein.
Da Katamarane nicht krängen, kaum bei Wind Schräglage haben wie Einrumpf-Yachten, ist die Gefahr von Seekrankheit sehr gering. Seglerische Kenntnisse wären von Vorteil, sind aber nicht Bedingung.
Da wir motorlos segeln, völlig von den Winden abhängig sind, kann es sein, dass wir einen An- oder Abfahrtstermin nicht halten können. Flexibilität in jeder Hinsicht ist also gefragt.
Jeder Teilnehmer an der Lapita-Voyage erhält später einen Film von seiner Etappe sowie ein Geschenk der Insulaner von Tikopia oder Anuta.
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Unterbringung/Verpflegung
Das Leben, die Verpflegung und die Hygiene entsprechen der traditionellen Seefahrt, ähnlich wie es heute noch bei traditionellen Segelclubs auf Kuttern üblich ist - gewissermaßen auf einfachem Camping-Niveau.
Die Koje ist eine gemütliche Einzelkoje in einem der beiden Rümpfe des Schiffes, die ausreichend dimensioniert ist. Das Essen wird auf einem Einflammenkocher zubereitet. Neben zwei warmen Mahlzeiten wird es immer ausreichend frisches Obst und tropische Früchte geben. Da wir mit den beiden Polynesiern exzellente Angler an Bord haben, wird es viel frischen Fisch geben. Ausreichend Trinkwasser wird in Kanistern aufbewahrt.
Das Klo ist die Pütz (Eimer) von der man diskret in dem Vorbereich seiner Koje Gebrauch machen kann. „Katzenwäsche“ erfolgt mit Süßwasser, gründliche Körperreinigung mit Meerwasser und Salzwasser-Seife oder auch an Land.
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Vorsorge
Wir werden durch Gebiete segeln in denen tropische Krankheiten wie Gelbfieber, Dengue-Fieber und Malaria vorkommen. Hier gilt es die entsprechenden Impfungen gegen Tropenkrankheiten von einem Tropenarzt durchführen zu lassen. Bei Landgang sollte sich jeder mit einem Mückenschutzmittel einreiben – besonders in der Zeit vor Sonnenuntergang. Es gibt eine kleine Bordapotheke an Bord.
Für etwaige Seenotfälle werden entsprechende Rettungsmittel an Bord sein.
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Etappen
Wir bieten fünf etwa gleich lange Etappen an, nicht was die Seemeilen, aber was die Reisezeit anbetrifft. Wenn auch eine Etappe kürzer nach Seemeilen ist als andere, so wird sie in etwa gleich lang von der Reisezeit sein, da hier meist leichtere Winde herrschen. Jede dieser Etappen hat ihren Reiz, sei es durch das Segelrevier, die angesteuerten Inseln, die Ausgrabungsstätten oder den Kontakt zu den Einheimischen, mit denen man sehr gut Handwerksarbeiten wie z.B. Schnitzereien u.ä. tauschen kann.
Die letzten beiden Etappen fallen in die Zeit der Zyklone (cyclone season), deren Zone sich zwischen Dezember und April in Gebieten südlich von 8° erstreckt. Die Inseln Tikopia und Anuta liegen zwischen 11° S und 13° S. Es besteht demnach die Möglichkeit von Zyklonen. An Bord ist ein Radio-Empfänger und ein Iridium-Telefon (Satelliten-Telefon mit weltweitem Empfang), so dass wir rechtzeitig über mögliche Störungen unterrichtet werden. Eine 3-tägige Vorabwarnung ist üblich und ausreichend, um einen sicheren Ankerplatz in den Santa Cruz Inseln (eines der hurricane holes) anzulaufen. Zusätzlich können die Boote auch mit Hilfe von mechanisch betriebenen Handwinden an Land geholt werden.
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Die Ziel-Etappe ist die „Königs-Etappe“.
Wir segeln auf der letzten Etappe von dem Ort Lata, auf der Insel Ndendi, Santa Cruz-Inseln, zuerst über die Inseln Utupua und Vanikoro nach Tikopia (ca. 220 sm*), danach nach Anuta (ca. 75 sm*) und dann wieder zurück über Tikopia, Vanikoro, Utupua nach Lata. Die Teilnehmer nehmen also an den großen Festlichkeiten auf beiden Inseln teil und werden mehrere Wochen an Bord bzw. auf den Inseln an Land sein – die Dauer ist im Vorhinein nicht genau bestimmbar. Allein die Feiern, bei denen die Gäste mit Tumerik bemalt werden, Tapa-Kleidung erhalten und tagelang an den Gesängen und Tänzen alter polynesischer Kultur teilnehmen, kann man als einmaliges Zeitdokument bezeichnen.
Die Aufstellung zeigt die sechs Etappen mit den jeweiligen Flughafenanbindungen:
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| Etappen |
Seemeilen* |
Dauer** |
| 1. |
Panglao Isl., Philippinen
Flughafen: Tagbilaran,
auf der Insel Bohol |
- |
Mindanao
Ausklarieren:
Davao del Sur
Hafen Surup (SE)
weiter
Halmahera, Indonesien
Flughafen: Ternate
Hafen: Tobelo (NO) |
360
340 |
700 |
21 Tage |
| 2. |
Halmahera, Indonesien |
- |
Irian Jaya
Flughafen:
Jayapura Sentani |
|
810 |
21 Tage |
| 3. |
Irian Jaya |
- |
Wewak,
Papua Neu-Guinea
weiter:
Manus Island
weiter:
Insel Neu-Irland
weiter:
Insel Neu-Britannien
Flughafen:
Tokua bei Rabaul |
180
220
230
140 |
770 |
21 Tage |
| 4. |
Neu-Britannien,
PNG |
- |
Insel Buka,
(N von Bougainville,
PNG)
weiter:
Gizo, New Geogia Islands
Solomon Islands
weiter:
Insel Guadalcanal,
Hauptstadt Honirara
Henderson Airport |
160
220
220 |
600 |
21 Tage |
| 5. |
Honiara,
Guadalcanal |
- |
Insel San Christobal
weiter:
Ndendi,
Santa Cruz Inseln
Flughafen: Lata |
160
240 |
400 |
21 Tage |
| 6. |
Santa Cruz Inseln,
Lata |
- |
Tikopia weiter
nach Anuta
zurück nach Tikopia
und über Vanikolo,
Utupua nach Lata |
300
300 |
600 |
40
Tage*** |
Gesamt Seemeilen 3.880
* Eine Seemeile entspricht ca. 1,853 km
** Die Dauer der angegebenen Reisezeiten sind geschätzte Werte, da unsere Boote allein den Windbedingungen unterliegen. Eine weitere Unbekannte sind die Behörden in Häfen.
*** Ca. 21 Tage dauert die Reise mit den Monsunwinden nach Anuta. Es ist geplant mit den dann einsetzenden Passatwinden mit einem der Boote von Tikopia über die erwähnten Inseln nach Lata zurückzusegeln.
Zeitablauf der Etappen
Es handelt sich bei den folgenden Zeitangaben um vorläufige Daten, genauere Angaben erfolgen später.
1. Etappe:
Panglao, Philippinen bis Halmahera, Indonesien 01.11.2008 bis 21.11.2008
2. Etappe:
Halmahera, Indonesien bis Jajapura, Indonesien 23.11.2008 bis 14.12.2008
3. Etappe:
Jajapura, Indonesien bis Rabaul, Papua Neu Guinea 16.12.2008 bis 06.01.2009
4. Etappe:
Rabaul, Papua Neu Guinea bis Honiara, Salomon Inseln 08.01.2009 bis 29.01.2009
5. Etappe:
Honiara bis Lata, Insel Ndendi, Santa Cruz Ins., Sol. Ins. 01.02.2009 bis 22.02.2009
6. Etappe:
Lata bis Tikopia, weiter nach Anuta, zurück nach Lata 24.02.2009 bis 06.04.2009
Reisekosten inklusiv Projektbeteiligung
Die Reisekosten beinhalten die Bootspassage der entsprechenden Etappe inklusive Einzel-Koje und Verpflegung. Sie beinhalten nicht die An- und Abreisekosten. Der Mitreisende beteiligt sich mit seinem Beitrag an den Baukosten der beiden Boote. Diese Boote sind ein Geschenk an die Einwohner der Inseln Tikopia und Anuta. Die Überbringung der Boote ist u.a. einer der Zwecke der Reise. Diese Reisekosten stellen somit eine Spende dar. Da der Verein als gemeinnützig anerkannt ist, kann dem Mitsegler eine Spendenquittung ausgestellt werden.
Konto siehe unter Spenden.
Etappen Nr.1 bis Nr. 5, Dauer ca. 21 Tage 4.950 €
Etappe Nr. 6, „Königs-Etappe“, Dauer ca. 40 Tage 9.850 €
Ein vorheriges persönliches Treffen zwischen dem Expeditionsleiter und den einzelnen Teilnehmern wird stattfinden. Dieses Treffen ist im Sinn von beiden Parteien. Erst danach legen sich beide Parteien für die Reise fest.
Stand: Januar 2008
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